Und so kam was nicht zu verhindern war,

Raiffeisen übernimmt nun offiziell die Landwirtschaftskammer, siehe APA Meldung:

Die steirische Landwirtschaftskammer hat am Freitag, dem 20. Dezember, einen neuen Präsidenten gewählt: Franz Titschenbacher wurde in der Vollversammlung mit 94,6 Prozent der Stimmen gewählt und folgt in dieser Funktion Gerhard Wlodkowski nach.

Titschenbacher bezeichnete die Umsetzung der neuen Regeln für die gemeinsame EU-Agrarpolitik ab 2014 als Herausforderung. „Hier sind Sicherheit und Planbarkeit für die Bäuerinnen und Bauern das Entscheidendste.“ Ziel sei es auch, die Regionalität zu stärken sowie land- und forstwirtschaftliche Innovationen und Produktentwicklungen vorzuantreiben. Die erneuerbare Energie nannte er als „nachhaltiges Stärkefeld“, wobei er sich für eine stärkere Vernetzung mit Industrie und Forschung einsetzen werde. Insgesamt gehe es ihm um mehr Wertschätzung für den Berufsstand und faire Preise für Qualitätsprodukte.

Im Vorfeld seiner Bestellung war Titschenbacher von den Grünen aufgefordert worden, seine Funktion als Raiffeisenverbandsobmann zurückzulegen. Es könne nicht jemand gleichzeitig Präsident aller steirischen Bäuerinnen und Bauern sein und zugleich einer ganz bestimmten Interessensgruppe vorstehen, argumentierte Kammerrat Thomas Waitz.
Titschenbacher kam dieser Forderung nicht nach und unterstrich seinerseits die Sinnhaftigkeit einer Verbindung dieser Funktionen.

Die neue Vizepräsidentin Maria Pein hob nach ihrer Wahl am Freitag hervor, dass 40 Prozent der Betriebe von Bäuerinnen geführt werden.
Entsprechend müssten Bildungs- und Beratungsangebote zu unternehmerischen und sozialen Belangen angeboten werden.

Noch offen ist die Nachfolge Wlodkowskis auf Bundesebene. Als Favorit gilt der Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Hermann Schultes. Die Übergabe bzw. Neuwahl in der Österreichischen Landwirtschaftskammer ist für Februar geplant.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.